Meinungsfreiheit und Optimierung
30. Juni 2008
Digitale Kommunikation kann Menschen weltweit miteinander verbinden. Schon ein Anruf macht Landesgrenzen bedeutungslos, im Zeitalter der Digitalen Kommunikation werden Barrieren ganz unterschiedlicher Art aufgelöst, sie können durchdacht und nutzungsfreundlich überwunden werden.
(wi.) Gemeinsame Gedanken lassen sich durch digitale Kommunikation zu einer globalen Idee entwickeln. Doch wenn Menschen sich austauschen können auch kritische Inhalte transportiert werden; was der eine äußert muss dem anderen noch lange nicht gefallen. Das allein darf jedoch nicht zu einer Beschränkung der Meinungsfreiheit führen. Bei den Ergebnissen der Suchmaschinen stehen die guten Lieder und die bösen Lieder nebeneinander versammelt, wie die Bänkelsänger auf einem mittelalterlichen Marktplatz. Nur die anschließende Rauferei findet nicht statt.
Optimierung heute heißt immer auch, durch gute und interessante PR die richtigen Lieder an die gewünschte Stelle in den Ergebnislisten zu platzieren. Indem man durch qualitative Inhalte aus dem Gros der Verlautbarungen, interessanter, spannender und gehaltvoller hervorragt, als der Mitbewerber. Das ist ideale und relevante Suchmaschinenoptimierung.
Die Generationen heute haben das Glück, nicht im stillen Kämmerlein mit ihrer Meinung im Monolog verbleiben zu müssen, das Internet, die digitale Kommunikation ermöglicht eine niemals vorher gegebene Möglichkeit der umfassenden Zuhörerschaft in der ganzen Netzwelt. Und nicht nur das. Mancher Journalist recherchiert heute im Netz, ja dieser Berufsstand ist ohne Netzanbindung überhaupt nicht mehr zu denken. In der realen Welt hat das Internet längst seinen Platz eingenommen.
Es scheint, dass keinerlei Zensur angewandt wird. Daraus ergibt sich die Chance, seine eigene Meinung offen zu vertreten – vorausgesetzt der eigene Name oder Firma steht am Ende der Meinung und ist einzusehen. Im Web 2.0 ist es leicht geworden namenlos zu erscheinen, und doch ist auch das Internet kein rechtsfreier Raum. Wer sich einigermaßen auskennt, kann natürlich Anfragen ins Netz über Sibirien, die Ukraine oder Kanada schicken, und damit die Inhalte ensprechend verdeckt bereitstellen. Und doch bleibt jede menschliche Äußerung Teil des rechtsverbindlichen Systems in dem wir gemeinsam leben.

