11. Juni 2008
(mf.nrw.de) Wie das Medienforum.nrw.de aktuell berichtet, sind die Reichweiten der gedruckten Zeitungsausgaben in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland von achtzig auf etwa 73 Prozent gesunken. Leser, die jünger als zwanzig Jahre sind, nutzen demnach nur noch zu knapp 48 Prozent eine Tageszeitung. „Wer bis Mitte zwanzig kein regelmäßiger Zeitungsleser ist, wird auch später kein Abonnent werden“, sagt gar der Münchener Jugendforscher Axel Dammler voraus.
„Wir müssen erkennen, dass die Vertriebsform Print für die junge Zielgruppe nicht funktioniert. Sie geht nicht zum Kiosk und zahlt für Informationen“, zeigt sich Verleger DuMont Schütte desillusioniert. Sein Verlag musste Ende 2006 das Tabloid-Format „direkt“, mit dem eigentlich neue und vor allem jüngere Leser erreicht werden sollten, zwei Jahre nach dem Start wieder einstellen.
Nicht zuletzt wegen der All-for-free-Mentalität der Online-Gemeinde sind angeblich immer weniger junge Menschen bereit, für Informationen Geld auszugeben. Stattdessen bedienen sie sich gratis im Internet. Online-Medien werden für die Zeitungen lebensbedrohlich, könnten aber auch zur Rettung der Branche beitragen: In den USA wachsen die Erträge, die Zeitungs-Websites einbringen, jährlich um zwanzig bis dreißig Prozent. In Deutschland machen zumindest die Internet-Angebote von Bild-Zeitung und Spiegel online Gewinne.
Insgesamt, so ermittelte das Beratungsunternehmen Deloitte, erzielen deutsche Verlage nur etwa sieben Prozent ihrer Umsätze im World Wide Web. Das Kölner Verlagshaus M. DuMont Schauberg hat es sich zum Ziel gesetzt, in fünf Jahren ein Viertel der Gesamterlöse im Internet zu aggregieren.
3. Juni 2008
Für den aktuellen Report des IAB Europe (IAB Europe), wurde eine Größe ´Ausgabe pro Nutzer´ entworfen um den Wert eines Internet-Nutzers für den Werbeprofi vergleichbar zu machen. Ein Europäer gibt im Durchschnitt €80.6 für einen Internetnutzer aus, norwegische Werber €133.2 pro Person, gefolgt von den Briten mit €120.8 und Dänemark mit €109.5 in 2007. In den Vereinigten Staaten liegt dieser Wert bei €91.9 pro Person in 2007. Je entwickelter der Markt, desto höher ist diese Werbeausgabe pro Internet-Nutzer.
In diesem Report wurden das erste Mal Branchendaten aufegenommen, sodass eine Aussage über das unterschiedliche Investitionsverhalten der unterschiedlichen Branchen gemacht werden kann. Es wurde deutlich, das die Branchen Unterhaltung und Freizeit, Telekommunikation sowie Finanzen und Versicherungen in 2007 am stärksten in Online-Werbung investierten.
Insbesondere die Unterhaltungs- und Freizeitindustrie nutzte für die Vermarktung ihrer Produkte, sowohl die Vorteile von klassischen interaktiven, als auch von Social-Media-Formaten im Internet.
2. Juni 2008
(ZDNet, 26.05.08) “Wir haben derzeit noch keine konkrete Vorstellung davon, in welchen Städten und Ländern wir mit Street View starten werden”, erklärt Google-Sprecher Kay Oberbeck. Ein Starttermin stehe ebenfalls noch nicht fest. “In bestimmten deutschen Städten sind zu Testzwecken aber bereits Aufnahmen gemacht worden.”
Datenschützer sehen das Google-Maps-Feature kritisch. Der Dienst stelle “einen weiteren Mosaikstein dar, der es ermögliche, die Privatsphäre der Bürger einzuschränken”, sagt beispielsweise Rena Tangens, Vorstand des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD). Prinzipiell sei die Funktion zwar ein “nettes Spielzeug”, man müsse sich jedoch auch über die damit verbundenen Gefahren im Klaren sein.
Bereits Anfang März hatte Google mit Street View für Schlagzeilen in den USA gesorgt. Das US-Verteidigungsministerium hatte dem Suchmaschinenbetreiber Filmaufnahmen auf US-Militärbasen verboten. Anlass war die Veröffentlichung detaillierter Bilder eines Armeestützpunktes im US-Bundesstaat Texas auf Google Maps. Insbesondere die über das Street-View-Feature leicht zugänglichen Videoaufnahmen des Militärgeländes stellten eine “potenzielle Sicherheitsbedrohung” dar, hieß es damals aus dem Pentagon.
28. Mai 2008
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung aktuell berichtet wird das mobile Internet als die nächste große Welle gesehen. Eric Schmidt, der Google Chef ist lt. eigener Aussage enttäuscht vom Web 2.0, sieht aber andere Wachstumschancen.
Als Anfang April ein Marktforschungsunternehmen eine Stagnation in den Google-Klickraten meldete, brach der Aktienkurs ein und das Ende der Wachstumsgeschichte ausgerufen. Doch Google-Chef Eric Schmidt veröffentliche kurz danach Quartalszahlen, die alle Kritiker Lügen straften. „Es gibt kein Limit für das Suchmaschinenmarketing. Manche Menschen glauben das, aber wir haben noch viele Ideen, um die Technik zu verbessern und Werbung noch besser passend zur Zielgruppe auszuliefern“, sagt der Google-Vorstandschef Eric Schmidt im Gespräch mit der FAZ.
Eric Schmidt leitet seit 2001 als gelernter Informatiker die Geschicke der Suchmaschine Google und steuert gemeinsam mit den Gründern Larry Page und Sergey Brin das erfolgreichste Internetunternehmen der Welt. 16,6 Milliarden Dollar hat Google im vergangenen Jahr umgesetzt und dabei 4,2 Milliarden Dollar verdient. Rund die Hälfte des gesamten Online-Werbemarktes fließt durch das Google-System, das damit zur wichtigsten Lebensader des Internet geworden ist. Doch Schmidt will mehr: „Die nächste große Werbewelle ist das mobile Internet. Dafür muss man sich nur das iPhone anschauen, das den ersten wirklich guten mobilen Webbrowser hat. (FAZ)
Eric Schmidt ist der Google Chef und lt. eigener Aussage enttäuscht vom Web 2.0., aber optimistisch hinsichtlich mobiler Werbung. „Weitere Geräte kommen auf den Markt. Dann wird Werbung sehr persönlich, und der Wert der Werbung auf Mobiltelefonen wird steigen,“ so Eric Schmidt in einem Interview mit der FAZ am 27.05.08.
In einigen Jahren wird die mobile Werbung mehr Umsatz bringen als die Werbung im PC-Internet“, sagt Schmidt voraus - obwohl Google seine größten Investitionen auf anderen Gebieten getätigt hat. Zusammen fast 5 Milliarden Dollar hat das Unternehmen für die Videoseite Youtube und Doubleclick, einen Spezialisten für die Auslieferung graphischer Werbung, ausgegeben.
Von beiden Werbeformen zeigt sich Schmidt weit weniger begeistert. „Es gibt sicher Chancen in Video-Werbung und in der graphischen Werbung. Einige Dinge funktionieren, aber andere funktionieren eben nicht. Einige Dinge kann man tun, andere nicht. Das mobile Internet funktioniert dagegen immer“, sagt Schmidt.