Kundendaten auf chinesischem Server
5. September 2008
Heise.de berichtet, dass das ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO auf einem chinesischen Webserver rund 56.000 frei zugängliche Datensätze geortet hat, von denen nach Recherchen von WISO zumindest ein großer Teil aus einer Bewerberdatenbank von Price-Waterhouse-Coopers (PwC) stammt. Diese Daten bestehen aus E-Mail-Adressen und Passwörtern, die die Eigentümer möglicherweise bei verschiedenen Diensten im Internet einsetzen.
Dabei sind wohl vor allen Dingen Zahlungskonten im Visier. Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PwC hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Datensätze, aus E-Mail-Adresse und Passwörtern, wurden lt. der ZDF-Recherche dazu benutzt, sich bei einem Internet-Zahlungsdienstleister anzumelden. Dabei spekulierten die Datendiebe anscheinend auf die Gewohnheit vieler Internet-Nutzer gleiche Kombinationen aus E-Mail-Adresse und Passwort bei verschiedenen Diensten zu verwenden. Dadurch hätte man Zugriff auf das Zahlungskonto des Betroffenen erhalten.
Ein direkter Zugriff auf die Bewerberdaten bei Price-Waterhouse-Coopers war mit den im Netz befindlichen Informationen nicht möglich, da man sich dort nur mit Hilfe eines Benutzernamens anmelden konnte, der sich nicht bei den gestohlenen Daten befand. Die Betroffenen sollten, um einem Missbrauch ihrer Daten vorzubeugen, sicherstellen, dass sie bei allen Online-Diensten unterschiedliche Passwörter verwenden.
Sendehinweis:
Ausführliche Informationen in WISO am Montag, 8. September 2008, um 19.25 Uhr im ZDF, Moderation: Michael Opoczynski.

